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Donnerstag, 4. Juni 2009

Temperaturanzeige auf dem Desktop

[Ubuntu] Falls Sie zur Steuerung des Lüfters acerhdf installiert haben, können Sie per Terminal die aktuelle Innentemperatur Ihres Aspire One auslesen:

cat /sys/class/thermal/thermal_zone0/temp

Natürlich ist es nicht sehr bequem, jedes mal das Terminal zu bemühen, wenn man sich über die Temperatur informieren möchte. Mit dem Wissen um diesen Terminalbefehl können Sie sich aber selbst ein passendes Screenlet basteln.

Laden Sie sich zunächst das Screenlet Watermark system information herunter. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie den Screenlets Manager bereits auf Ihrem System installiert haben.

Watermark bietet eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten zum Auslesen von Systeminformationen an. Darunter gibt es auch die Möglichkeit, Systeminformationen via Terminalbefehlen auszulesen. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein eben geöffnetes Watermark-Screenlet und wählen den Eintrag Properties. In dem sich öffnenden Einstellungsdialog wählen Sie den Reiter Options und dort zunächst den Reiter WaterMark.

Wählen Sie aus dem ersten Pull-down-Menü den Eintrag Sensors und aus dem zweiten den Eintrag Custom Sensor. Dann wechseln Sie zum Reiter Custom Sensor.

In das Textfeld Command line tragen Sie den oben genannten Terminalbefehl ein, den Applet-Text (label) können Sie frei auswählen.

Anschliessend sieht das Screenlet ungefähr so aus:

Definieren Sie zum Schluss im Screenlets Manager, dass die Watermark Screenlets beim Systemstart geladen werden, dann haben Sie fortan eine Temperaturanzeige auf dem Desktop.

Freitag, 29. Mai 2009

Screenlets und Widgets

[Ubuntu] Die bereits für Linpus beschriebenen Screenlets lassen sich natürlich auch unter Ubuntu installieren. Das Installationspaket steht im Programm Anwendungen hinzufügen/entfernen in der Rubrik Zubehör und in Ubuntu Tweak in der Rubrik Desktopwerkzeuge zur Verfügung.

Screenlets werden auf dem Desktop platziert und durch geöffnete Fenster verdeckt. Es steht zwar auch die Funktion zur Verfügung, dass sie immer über den Desktop- und Programmfenstern schweben, aber das macht auf dem kleinen Netbook-Bildschirm wenig Sinn.

Dem gegenüber verhalten sich die vom Mac OS X 10.5 bekannten Widgets anders. Sie werden auf einer unsichtbaren Bildschirmebene, dem Dashboard, abgelegt. Auf Tastendruck legt sich diese halbtransparente Ebene über den gesamten Bildschirm und zeigt die Widgets an. Dabei ist es egal, ob auf dem Bildschirm gerade der Desktop angezeigt wird oder Programme laufen.

Aber warum gibt es in den Einstellungen der Screenlets einen Eintrag Widgets, den man anwählen kann? Hier kommt Compiz Fusion ins Spiel. Im Bereich Arbeitsfläche des CompizConfig Einstellungs-Managers lässt sich ein Widget-Layer aktivieren. Damit werden dann alle Screenlets, bei denen der Widget-Eintrag aktiviert wurde, auf eine unsichtbare Ebene gelegt, die über Tastendruck angezeigt werden kann. Es empfiehlt sich, die von Compiz vorgegebene Taste F9 umzudefinieren, da F9 in vielen Linux-Programmen zum Ein- und Ausblenden von Seitenleisten verwendet wird. F12 ist eine Taste, die von den wenigsten Programmen vorbelegt ist. Eine kleine Einschränkung gibt es noch: Widgets lassen sich nicht anzeigen, wenn ein Programm in der Vollbilddarstellung läuft (z.B. Firefox mit der Taste F11).

Nun können Sie das beste aus beiden Möglichkeiten machen. Verwenden Sie Screenlets, um den Desktop mit informativen Miniprogrammen aufzupeppen und Widgets für Informationen, die auch dann zur Verfügung stehen, wenn der Desktop verdeckt ist.

Obwohl sich die Screenlets auch unter Linpus Linux installieren lassen, die Widget-Funktion können Sie dort leider nicht einsetzen. Denn Linpus ignoriert alle Einstellungen von Compiz Fusion. Dies gilt allerdings nur für die Launcher-Oberfläche, mit dem Standard-XFCE-Desktop funktioniert Compiz, wie Blog-Leser berichteten.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Grosse Fenster verschieben

[Ubuntu] Der für Linpus beschriebene Trick zum Fenster verschieben funktioniert im Prinzip auch unter Ubuntu: Klicken Sie einfach mit gedrückter Alt-Taste in ein Fenster, um es über den Bildschirmrand hinaus zu verschieben. Das ist gerade auf einem Netbook wie dem Aspire One nützlich, denn immer wieder kommt es vor, dass ein Einstellungsfenster zu gross ist.

Allerdings werden Sie feststellen, dass unter Ubuntu mit installiertem Compiz Fusion der obere Bildschirmrand mit der Leiste (Panel) eine feste Grenze darstellt. Das Fenster kann nicht über diese Grenze hinaus verschoben werden, es sei denn, Sie blenden die Leiste aus.

Mit einem Terminal-Befehl können Sie diese Beschränkung aufheben:

gconftool --set --type=bool /apps/compiz/plugins/move/allscreens/options/constrain_y false

Es handelt sich hierbei um eine einzige Befehlszeile.

Anschliessend können Sie ein Fenster mit gedrückter Alt-Taste auch über den oberen Bildschirmrand hinaus verschieben.

Dienstag, 26. Mai 2009

Webcam-Recycling

[Ubuntu] Die eingebaute Webcam des Aspire One funktioniert unter Ubuntu 9.04 tadellos. Sie ist allerdings fest in Richtung Benutzer eingebaut. Wenn man etwas anderes aufnehmen möchte, ohne den Bildschirm vom Benutzer weg zu drehen, benötigt man eine externe Webcam. Und keine der im Laden erhältlichen Webcams kommt mit Treibern für Linux.

Da gibt es eine gute Nachricht: Für viele Webcams ist gar kein gesonderter Treiber notwendig. Selbst alte Modelle, die noch irgendwo im Haushalt herum liegen, lassen sich am Aspire One unter Ubuntu wieder verwenden. Im Falle des Anhalters waren das eine betagte Icecam von Macally und eine zur Playstation 2 gehörende EyeToy-Camera. Beide Modelle funktionierten auf Anhieb; als Testsoftware diente Cheese, das mit Ubuntu geliefert wird.


Für Linpus-Benutzer sieht die Sache dagegen weniger gut aus. Selbst mit zusätzlichen, generischen Treibern für Fedora 8 gelang es nicht, diese beiden Webcams unter Acer's Linux anzusprechen.

Sonntag, 17. Mai 2009

Compiz Fusion

[Ubuntu] Spass mit Desktop-Effekten: Falls dies für Sie ein Widerspruch in sich ist, lesen Sie nicht weiter. Denn Compiz Fusion fügt dem Verhalten von Fenstern und anderen Desktop-Elementen eine Reihe von Effekten hinzu, die grösstenteils keinen wirklichen Nutzen bringen, sondern einfach nur schön anzuschauen sind.

Der umfangreiche CompizConfig Einstellungs-Manager lässt sich am Einfachsten über Ubuntu Tweak installieren. Dort öffnen Sie den Bereich Anwendungen, Unterbereich Hinzufügen/Entfernen und lassen sich die Gruppe Desktopwerkzeuge anzeigen. Nach der Installation finden Sie den Einstellungsmanager in den Systemeinstellungen.

Bei der Menge an Optionen, die hier geboten wird, verliert man leicht den Überblick. Gehen Sie daher schrittweise vor und aktivieren Sie nicht zu viele Optionen auf einmal. Es gilt auch, sich für die eine oder andere Option neue Tastaturkürzel zu merken. Das Einstellungsfeld bietet eine Such- und eine Gruppierungsfunktion, ausserdem lassen sich Einstellungen speichern, so dass Sie jederzeit zu einem bestimmten Set zurückkehren können.

Das Einstellungsfenster benötigt die komplette Bildschirmhöhe Ihres Aspire One. Sie sollten daher vorübergehend alle Leisten des Ubuntu-Desktops ausblenden, wenn Sie den Compiz-Einstellungsmanager öffnen.

Viele der Optionen sind reine Effekthascherei, wie z.B. die unterschiedlichen Effekte beim Schliessen eines Fensters oder Menüs, die auch alle zusammen in zufälliger Reihenfolge eingesetzt werden können. Oder der Effekt beim Wechseln der Arbeitsfläche, bei dem die Bildschirme nicht einfach verschoben werden, sondern sich im Raum um die eigene Achse zu drehen scheinen.

Das Schöne daran ist, dass alle Effekte vom Netbook-Prozessor spielend bewältigt werden und ruckelfrei ablaufen. Gegenüber der biederen und statischen Oberfläche von Linpus Linux mag man hier kaum seinen Augen trauen. Lediglich einige wenige Sekunden mehr beim Aufstarten des Systems muss man in Kauf nehmen als Preis für den Einsatz von Compiz Fusion.

Nicht alle Effekte sind reiner Selbstzweck, es gibt auch durchaus nützliche Optionen. Zum Beispiel Expo, das dem Mac OS X abgeschaut wurde - dort heisst es Exposé. Sie können damit alle Arbeitsflächen in einem Bildschirm aufrufen und begutachten. Ebenfalls gut vom Apple-Betriebssystem kopiert ist die Option, alle Fenster einer oder mehrerer Arbeitsflächen verkleinert und überlappungsfrei auf einem Bildschirm anzuzeigen.

 Exposé

 Fenster anzeigen

Diese Effekte können in sogenannten aktiven Ecken abgelegt werden. Die Einstellung dazu steht in Ubuntu Tweak zur Verfügung.

Haben Sie eine Einstellung wie im oben abgebildeten Dialogfeld getätigt, dann werden alle Arbeitsflächen angezeigt, wenn der Mauszeiger den unteren linken Rand berührt und alle Fenster werden angezeigt, wenn der Mauszeiger in der unteren rechten Ecke ankommt.

Sie sehen: Compiz Fusion peppt den Aspire One mächtig auf. Zumindest unter Ubuntu. Denn Linpus Linux kennt zwar auch einen Eintrag zu Compiz Fusion im Desktop-Menü, aber es zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von sämtlichen dort gewählten Optionen. Das System ist so abgeriegelt, dass es Benutzerwünsche bezüglich Compiz-Effekten einfach ignoriert.

Samstag, 16. Mai 2009

Super, die Home-Taste

[Ubuntu] Wenn Sie einen Acer Aspire One mit vorinstalliertem Linpus Linux erstanden haben, dann kennen Sie die Home-Taste. Sie ist in der untersten Tastenreihe auf der linken Seite zu finden und mit der stilisierten Abbildung eines Häuschens bedruckt. Falls Sie mangels Alternativen zu einem Aspire One gegriffen haben sollten, auf dem ein Betriebssystem-Veteran aus Redmond vorinstalliert war, so ist diese Taste mit einem Windows-Logo verziert.

So oder so: Betriebssytem-intern wird diese Taste als Super-Taste bezeichnet. Genauer als Super L. Das L steht für links, allerdings gibt es kein Pendant auf der rechten Seite. Dort finden Sie eine Taste mit stilisiertem Menü, die das Betriebssystem als Menu-Taste erkennt.

Unter Linpus Linux blendet ein Druck auf die Super-Taste alle Programmfenster aus und zeigt den Launcher. Deshalb wird sie als Home-Taste bezeichnet. Ubuntu kennt diese Funktion auch, die Tastenkombination ist Ctrl-Alt-D. Leicht zu merken: das D steht für desktop.

Unter dem Menüpfad System -> Einstellungen -> Tastenkombinationen öffnen Sie ein Kontrollfenster für alle möglichen Tastenkombinationen Ihres Ubuntu-Systems. In der Gruppe Fensterverwaltung finden Sie die besagte Kombination für den freien Blick auf den Desktop. Klicken Sie nun einfach in das Feld Tastenkombination und drücken Sie dann einmal auf die Home-Taste. Schon haben Sie die gleiche Funktion wie unter Linpus.

Allerdings werden Sie in einem der nächsten Artikel mit Compiz Fusion Bekannschaft machen, einem Programm, das intensiven Gebrauch von Tastenkombinationen in Verbindung mit der Super-Taste macht. All diese Tastenkombinationen würden unbrauchbar, wenn die Super-Taste exklusiv mit der Home-Funktion belegt ist. Vielleicht überlegen Sie sich, ob Sie sich nicht doch lieber die Kombination Ctrl-Alt-D merken möchten.

Dienstag, 12. Mai 2009

Kartenslots reaktivieren

[Ubuntu] Seit der Veröffentlichung der Version 9.04 warten Besitzer des Aspire One verzweifelt auf eine Unterstützung der beiden Kartenlaufwerke. Normalerweise funktioniert der linke Kartenschacht wie erwartet, während der rechte Kartenschacht nur dann vom System erkannt wird, wenn schon beim Aufstarten ein Medium darin steckt.

Nach den ersten Aktualisierungen wurde die Situation sogar noch verschlimmert, nun funktionierte auch der linke Kartenschacht nicht mehr wie er sollte. Bis das vom Ubuntu-Team endgültig geregelt ist, kann man sich mit folgendem Notbehelf über Wasser halten.

Öffnen Sie das Terminal, eignen Sie sich Root-Rechte an und verzweigen Sie in das Verzeichnis /boot/grub. Erstellen Sie eine Sicherheitskopie der Datei menu.lst, bevor Sie das Original mit gedit öffnen.

Suchen Sie in der Datei die Zeile (85), die mit #defoptions beginnt. Setzen Sie an das Ende der Zeile ein Leerzeichen und danach folgenden Text ein:

pciehp.pciehp_force=1

Sichern Sie die Datei und führen Sie einen Neustart durch. Danach sollte der linke Kartenschacht wieder funktionieren.

Auf Systemen, die mit dem linken Kartenschacht keine Probleme haben, sollte dieser Eintrag sogar dafür sorgen, dass zusätzlich der rechte Kartenschacht standardmässig funktioniert. Dies konnte allerdings auf dem System des Anhalters nicht überprüft werden. Hinterlassen Sie doch in den Kommentaren Ihre Erfahrungen dazu.

Montag, 11. Mai 2009

Wireless-LED aktivieren

[Ubuntu] Nach der Installation der Version 9.04 bleibt die Wireless-LED des Aspire One dunkel. Diese zeigt unter Linpus Linux an, ob WLAN eingeschaltet ist oder nicht.

Diese LED lässt sich auch unter Ubuntu nutzen. Dazu muss lediglich ein Modul nachinstalliert werden. Öffnen Sie ein Terminal-Fenster und geben Sie Folgendes ein:

sudo apt-get install linux-backports-modules-jaunty

Die Wireless-LED wird dadurch zur Aktivitätsanzeige. Das heisst, sie blinkt bei Datenverkehr und ist nicht, wie unter Linpus, dauerhaft eingeschalten.

Unter der LED befindet sich der Schieberegler des Aspire One, mit dem die Wirelesskarte ein- und ausgeschaltet werden kann. Dies funktioniert auch unter Ubuntu, allerdings bekommt das System davon nichts mit. Nach dem Ausschalten der Karte sucht das System verzweifelt nach einer Wireless-Verbindung. Schalten Sie also die drahtlose Netzwerkverbindung lieber gleich über das dazu vorgesehene Menü im Panel ab, um Strom zu sparen. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Netzwerksymbol in der Leiste.

Montag, 4. Mai 2009

Lüftersteuerung runderneuert

[Ubuntu] Der leise, aber ständig surrende Lüfter des Aspire One ist wirklich nervend. In diesem Blog wurde bereits eine Lösung zur optimierten Lüftersteuerung vorgestellt. Diese hat, inklusive der Fehlerbehebung für Bios 0.3309, auch weiterhin für Linpus Linux Bestand. Für Ubuntu 9.04 empfiehlt sich jedoch eine neuere Lösung, die im Folgenden vorgestellt wird.

Bei der neuen Lösung namens acerhdf handelt es sich nicht mehr um ein eigenständiges Skript, sondern um ein Kernelmodul. Daher kommen Sie nicht darum herum, für die Installation der Lüftersteuerung einen Quelltext zu kompilieren. Eine genaue Beschreibung zum Kompilieren eines Quelltextes erhielten Sie im vorherigen Beitrag. Falls Sie es nicht schon getan haben, lesen Sie sich bitte diesen Beitrag durch.

Öffnen Sie das Terminal und geben Sie nacheinander folgende Befehlszeilen ein:

wget http://piie.net/files/acerhdf_kmod-0.4.0.tar.gz

tar zxvf acerhdf_kmod-0.4.0.tar.gz

cd acerhdf_kmod

make

sudo make install

Damit ist das Modul erzeugt. Sie müssen es nur noch in eine Konfigurationsdatei eintragen, damit es beim Systemstart ausgeführt wird:

sudo gedit /etc/modules

Erzeugen Sie am Ende der Datei eine neue Zeile und schreiben Sie dort acerhdf hinein. Das war es auch schon. Sichern Sie die Datei und führen Sie einen Neustart des Aspire One durch, damit die neue Lüfterkontrolle aktiviert wird.

Samstag, 2. Mai 2009

Ubuntu besser konfigurieren

[Ubuntu] Nach der Installation der Version 9.04 steht auf dem Aspire One ein vollständiges System zur Verfügung. Dem Nutzer präsentiert sich eine grosse Zahl von Programmen und Einstellungsmöglichkeiten, von denen man unter Linpus Linux nicht einmal zu träumen wagt. Und dennoch: Nachdem Sie sich mit dem System vertraut gemacht haben, sollten Sie als erste Zusatz-Software ein Utility installieren, das genau diese Einstellungsmöglichkeiten noch deutlich vergrössert.

Ubuntu Tweak erlaubt Ihnen, Ihr Ubuntu-System und den Desktop einfach anzupassen. Es bietet im Grunde nichts, was mit etwas System- und Terminal-Kenntnissen nicht auch zu schaffen wäre, aber es bietet alle Einstellungsmöglichkeiten und Erweiterungen in einem übersichtlichen, benutzerfreundlichen Interface.

Unter Anderem bietet Ubuntu Tweak die Möglichkeit zur Installation beliebter Programme, zum Bearbeiten der Programmzuordnungen verschiedener Dateitypen, zum Einrichten und Entfernen der Autostart-Programme und vieles mehr. Auch wenn es nur darum geht, den Mülleimer auf dem Desktop anzuzeigen oder dem Dateimanager die unter Linpus lieb gewonnene Eigenschaft der Erweiterung durch Benutzerskripte beizubringen, Ubuntu Tweak ist die richtige Anlaufstelle.


Um Ubuntu Tweak zu installieren, laden Sie das .deb-Paket von der Download-Seite des Entwicklers herunter und starten die Installation per Doppelklick auf diese Datei. Anschliessend steht im Anwendungs-Menü eine neue Gruppe Systemwerkzeuge zur Verfügung, in der Sie Ubuntu Tweak finden.

Freitag, 1. Mai 2009

Ubuntu 9.04 ist da!

Die neueste Version von Ubuntu hat das Beta-Stadium hinter sich gelassen und ist nun als offizielle Version 9.04 verfügbar. Warum aber ist das eine Meldung wert in einem Blog, der sich speziell um Linpus Linux auf dem Aspire One kümmert?

Wie bereits beschrieben, ist das von Acer angepasste Linpus veraltet und es wird immer schwieriger, aktuelle Software auf diesem System zu installieren. Andererseits wird der Linux-Systemkern ständig auf neue Hardware angepasst. Ubuntu ist nicht nur die beliebteste Linux-Distribution, sondern auch eine der ersten Distributionen, die einen aktuellen Kernel verwenden, der die meisten Netbook-Komponenten abdeckt. Das heisst, Ubuntu 9.04 ist ohne weitere Anpassungen sofort auf einem Aspire One lauffähig. Ausserdem ist es ein sehr benutzerfreundliches Linux. Es kann daher jedem Linpus-Benutzer als Alternative empfohlen werden.

Ubuntu startet schnell, auch wenn es nicht ganz die spektakulären Ladezeiten von Linpus Linux erreicht. Programme arbeiten unter Ubuntu flott auf der mageren Hardwareausstattung eines Netbooks, einige Programme sogar besser als unter Linpus. Der wichtigste Aspekt ist aber, dass für Ubuntu praktisch alle Linux-Programme in einer aktuellen Version vorliegen und problemlos über die Software-Aktualisation installiert werden können.

Für den Aspire One bieten sich drei Varianten von Ubuntu an:
  • Die Desktop-Version ist die bekannteste Variante von Ubuntu und für den Gebrauch auf dem Netbook uneingeschränkt zu empfehlen.
  • Falls Ihnen das Aussehen und die Bedienung von KDE-Programmen (Amarok, Koqueror, digiKam) besonders zusagt, greifen Sie zu Kubuntu, das ist eine Ubuntu-Desktopversion mit KDE-Benutzeroberfläche.
  • Speziell an Netbook-Besitzer richtet sich der Ubuntu Netbook Remix. Der Desktop wird durch einen Launcher ersetzt, der sich an Benutzerbedürfnisse anpassen lässt.
Alle Varianten können von der Ubuntu-Website herunter geladen und als Live-Medium auf einen USB-Stick vorbereitet werden. Mit dem Live-Medium können Sie das System erst begutachten, bevor Sie es auf Ihrem Aspire One installieren.

Zwei kleine Einschränkungen gibt es derzeit (noch) auf dem Aspire One unter Ubuntu. Zum einen funktioniert nur der linke Kartenschacht; um den rechten Kartenschacht ansprechen zu können, muss sich darin bereits beim Systemstart ein Medium befinden. Zum anderen funktioniert Wireless zwar prächtig unter Ubuntu, aber die LED am Aspire One leuchtet nicht. Beides sind Einschränkungen, die für die meisten Benutzer nicht weiter ins Gewicht fallen und für die es vermutlich in Kürze Abhilfe geben wird.

Ab sofort gibt es in diesem Blog eine kleine Ubuntu-Ecke. Artikel, die nur auf Ubuntu zutreffen, werden entsprechend mit dem Ubuntu-Logo (wie am Anfang dieses Artikels) gekennzeichnet. Beiträge, die sich sowohl auf Acer's Linpus Linux als auch auf Ubuntu anwenden lassen, werden am Beginn des Textes mit dem Logo gekennzeichnet, das Sie hier sehen.

Als Standard bezieht sich jedoch auch weiterhin jeder Artikel, sofern nicht markiert, auf Linpus Linux.