Donnerstag, 4. Dezember 2008

Programme installieren (V)

Wenn Sie eine Binärdatei aus dem Internet geladen haben, müssen Sie die Ausführung als Programm zuerst in den Dateieigenschaften freigeben. Was aber, wenn es sich zwar um eine Datei mit der Endung .bin handelt, jedoch eine entsprechende Option im Eigenschafts-Fenster fehlt?

In diesem Fall können Sie noch versuchen, die Installationsroutine als Shell-Skript im Terminal zum Laufen zu bringen:

sudo sh Dateiname.bin

Statt Dateiname setzen Sie natürlich den tatsächlichen Namen des Programms ein.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

LaCie LightScribe installieren

Falls Sie die LightScribe-Funktionen des Portable DVD+/-RW Laufwerk von LaCie nutzen möchten, müssen Sie zuerst die entsprechenden Treiber auf der Website des Herstellers herunterladen.

Es handelt sich um RPM-Installationsdateien. Eventuell werden diese Daten in Ihrem Browser fälschlicherweise an das RealPlayer-PlugIn weitergeleitet, da RealPlayer-Dateien ebenfalls auf .rpm enden können. Klicken Sie in diesem Fall mit der rechten Maustaste auf den Download-Link und wählen Sie Ziel speichern unter...

Nachdem die beiden Dateien heruntergeladen sind, öffnen Sie den Download-Ordner. Beide Installationen können durch einen Doppelklick gestartet werden. Achten Sie darauf, zuerst den Treiber (lightscribe) und dann die Anwendung (4L) zu installieren.

Nach dem obligatorischen Neustart ist die Software zwar betriebsbereit, sie taucht jedoch weder im Launcher noch im Desktop-Menü auf. Auch eine Desktop-Datei findet sich nicht im gewohnten Verzeichnis.


Die Dateien befinden sich im Verzeichnis /usr/4L/ und die Programmdatei heisst 4L-gui. Um das Programm ins Desktop-Menü aufzunehmen, öffen Sie den Menü-Editor im Untermenü Einstellungen des Desktop-Menüs und klicken Sie auf Add Entry.


Anschliessend können Sie den neuen Eintrag an eine geeignete Stelle im Desktop-Menü bewegen und den Editor schliessen. Der Eintrag steht sofort zur Verfügung, ein weiterer Neustart ist nicht notwendig.

Externes CD/DVD-Laufwerk

Der Aspire One hat kein eingebautes CD/DVD-Laufwerk. In Zeiten, in denen erschwingliche USB-Sticks die Kapazität von DVDs leicht überschreiten, sollte man meinen, auf ein entsprechendes Laufwerk verzichten zu können. Dennoch kann der Wunsch nach einem tragbaren, externen DC/DVD-Laufwerk aufkommen.

Das Portable DVD+/-RW Laufwerk von LaCie ist kompakt und verfügt über LightScribe. Damit können entsprechend ausgerüstete Medien vom Laufwerk selbst beschriftet werden.

Für den Einsatz am Aspire One sprechen zum Einen die Optik, zum Anderen die Software. Optisch passt das braun glänzende Äussere des Laufwerks gut zum AA1. Es ist etwa so tief wie das Netbook, jedoch nur halb so breit und halb so hoch. Damit lässt es sich problemlos unterwegs nutzen; ein USB-Anschluss reicht zum Betrieb. Für alle Fälle liefert LaCie noch ein zweites USB-Kabel zur Stromversorgung und ein kompaktes Netzteil mit.

Das Laufwerk wird von der Software GnomeBaker aus dem Acer-Pool sofort erkannt und der Aspire One kann von diesem externen Laufwerk aus hochgefahren werden. Ausserdem bietet LaCie neben den mitgelieferten Windows-Treibern auch Linux-Treiber zum Download an, mit denen sich die LightScribe-Funktion nutzen lässt. Es sei allerdings angemerkt, dass die Software gegenüber der Windows- und der ebenfalls als Download erhältlichen Mac-Version nur stark eingeschränkte Möglichkeiten zum Designen der Beschriftung einer CD oder DVD bietet.

Das LaCie-Laufwerk ist bei einem Listenpreis von unter 100€ ein idealer Begleiter zum Aspire One.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Automount reparieren

Unter Linux spricht man vom Einhängen (mounten), wenn ein externes Medium angeschlossen und dem System verfügbar gemacht wird. Das können beim Aspire One z.B. ein Speicherstick oder eine externe Festplatte sein, die am USB-Bus angeschlossen werden, aber auch eine Speicherkarte, die ins Kartenlaufwerk eingelegt wird.

Beim Einhängen wird das Dateiverzeichnis des externen Mediums an einem Platz innerhalb des internen Dateiverzeichnisses zur Verfügung gestellt. Das ist ein eher komplizierter Prozess, der, im Terminal ausgeführt, den ungeübten Anwender schon einmal die Haare raufen lässt.

Glücklicherweise verfügen beinahe alle Linux-Systeme über einen Automatismus, der das neu angeschlossene Medium erkennt und auf der Benutzeroberfläche zur Verfügung stellt. Der User hat so mit dem Prozess des Einhängens nichts zu tun.

Auf dem Aspire One unter Linpus Linux öffnet sich der Dateimanager und zeigt den Inhalt des hinzugekommenen Mediums. Allerdings kann es schon vorkommen, dass dieser Automatismus versagt und neue Medien nicht mehr von selbst gemountet werden.

In so einem Fall überprüfen Sie zuerst die Einstellungen im Dateimanager. Öffnen Sie die Einstellungen im Menü Bearbeiten und wählen Sie den Reiter Fortgeschritten. Stellen Sie sicher, dass der Haken im Kästchen Datenträgerverwaltung aktivieren gesetzt ist und klicken Sie auf Verwaltung. Dort sollten alle Einträge in der Rubrik Wechseldatenträger aktiviert sein.

Ist im Dateimanager alles in Ordnung, aber die Medien mounten trotzdem nicht automatisch, dann müssen Sie ins Terminal.

sudo mousepad /usr/bin/xfcepost

Der Texteditor Mousepad öffnet darauf hin eine Datei. Suchen Sie die Zeile mit dem Eintrag sleep 10 und schreiben Sie in eine neue Zeile darüber killall Thunar. Sichern Sie die Datei und starten Sie den AA1 neu.

Medieneinstellungen

Wird eine Speicherkarte eingelegt oder ein USB-Stick angeschlossen, so zeigt der Aspire One automatisch den Inhalt des Datenträgers. Aber Linpus Linux kann mehr, z.B. automatisch mit einem Brennvorgang beginnen, wenn ein leerer Rohling in ein externes CD-Laufwerk eingelegt wird, Bilder von einer Digitalkamera importieren, sobald diese angeschlossen wird oder ein bestimmtes Programm ausführen, sobald ein Grafiktablett erkannt wird.

An diese Einstellungen kommen Sie über den Dateimanager. Öffnen Sie die Einstellungen im Menü Bearbeiten und wählen Sie den Reiter Fortgeschritten. Sehen Sie sich die verschiedenen Möglichkeiten an und ziehen Sie im Zweifelsfall die (englische) Hilfe zu Rate.