
[Ubuntu] Spass mit Desktop-Effekten: Falls dies für Sie ein Widerspruch in sich ist, lesen Sie nicht weiter. Denn
Compiz Fusion fügt dem Verhalten von Fenstern und anderen Desktop-Elementen eine Reihe von Effekten hinzu, die grösstenteils keinen wirklichen Nutzen bringen, sondern einfach nur schön anzuschauen sind.
Der umfangreiche
CompizConfig Einstellungs-Manager lässt sich am Einfachsten über
Ubuntu Tweak installieren. Dort öffnen Sie den Bereich
Anwendungen, Unterbereich
Hinzufügen/Entfernen und lassen sich die Gruppe
Desktopwerkzeuge anzeigen. Nach der Installation finden Sie den Einstellungsmanager in den Systemeinstellungen.

Bei der Menge an Optionen, die hier geboten wird, verliert man leicht den Überblick. Gehen Sie daher schrittweise vor und aktivieren Sie nicht zu viele Optionen auf einmal. Es gilt auch, sich für die eine oder andere Option neue Tastaturkürzel zu merken. Das Einstellungsfeld bietet eine Such- und eine Gruppierungsfunktion, ausserdem lassen sich Einstellungen speichern, so dass Sie jederzeit zu einem bestimmten Set zurückkehren können.
Das Einstellungsfenster benötigt die komplette Bildschirmhöhe Ihres Aspire One. Sie sollten daher vorübergehend alle Leisten des Ubuntu-Desktops ausblenden, wenn Sie den Compiz-Einstellungsmanager öffnen.
Viele der Optionen sind reine Effekthascherei, wie z.B. die unterschiedlichen Effekte beim Schliessen eines Fensters oder Menüs, die auch alle zusammen in zufälliger Reihenfolge eingesetzt werden können. Oder der Effekt beim Wechseln der Arbeitsfläche, bei dem die Bildschirme nicht einfach verschoben werden, sondern sich im Raum um die eigene Achse zu drehen scheinen.
Das Schöne daran ist, dass alle Effekte vom Netbook-Prozessor spielend bewältigt werden und ruckelfrei ablaufen. Gegenüber der biederen und statischen Oberfläche von Linpus Linux mag man hier kaum seinen Augen trauen. Lediglich einige wenige Sekunden mehr beim Aufstarten des Systems muss man in Kauf nehmen als Preis für den Einsatz von Compiz Fusion.
Nicht alle Effekte sind reiner Selbstzweck, es gibt auch durchaus nützliche Optionen. Zum Beispiel Expo, das dem Mac OS X abgeschaut wurde - dort heisst es Exposé. Sie können damit alle Arbeitsflächen in einem Bildschirm aufrufen und begutachten. Ebenfalls gut vom Apple-Betriebssystem kopiert ist die Option, alle Fenster einer oder mehrerer Arbeitsflächen verkleinert und überlappungsfrei auf einem Bildschirm anzuzeigen.

Exposé

Fenster anzeigen
Diese Effekte können in sogenannten aktiven Ecken abgelegt werden. Die Einstellung dazu steht in Ubuntu Tweak zur Verfügung.

Haben Sie eine Einstellung wie im oben abgebildeten Dialogfeld getätigt, dann werden alle Arbeitsflächen angezeigt, wenn der Mauszeiger den unteren linken Rand berührt und alle Fenster werden angezeigt, wenn der Mauszeiger in der unteren rechten Ecke ankommt.
Sie sehen: Compiz Fusion peppt den Aspire One mächtig auf. Zumindest unter Ubuntu. Denn Linpus Linux kennt zwar auch einen Eintrag zu Compiz Fusion im Desktop-Menü, aber es zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von sämtlichen dort gewählten Optionen. Das System ist so abgeriegelt, dass es Benutzerwünsche bezüglich Compiz-Effekten einfach ignoriert.